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Echoing Intelligence: Residenzen für KI und Kunst

Künstliche Intelligenz lässt sich nicht einfach einordnen. Ist sie Werkzeug oder Gegenüber, Hilfsmittel oder eigenständiger Akteur? Unser Residenzprogramm „Echoing Intelligence“ lädt Kunstschaffende aller Sparten ein, diesen Fragen nachzugehen.

Im Fokus stehen interdisziplinäre Projekte, die KI als Gegenstand oder zentrales Medium untersuchen und die Rückkopplungen zwischen Mensch, Maschine und Umwelt in neue künstlerische Formate für Bühne, Ausstellungsraum und digitale Öffentlichkeiten übersetzen.

In Kooperation mit drei namhaften Partnerinstitutionen in Nordrhein-Westfalen – der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, dem Center for Literature auf Burg Hülshoff in Havixbeck und dem Kulturforum Witten – verbindet das sechsmonatige Programm künstlerische Forschung, technologische Innovationsbereitschaft und kritische Reflexion mit intensiver Praxis vor Ort.

Die Förderrunden im Überblick:

Förderrunden 1 & 2 (2027):

Die Ausschreibung für die ersten beiden Förderrunden ist bereits abgeschlossen. Insgesamt zehn Residenzen starten im Januar 2027 (1. Runde) sowie im September 2027 (2. Runde).

Förderrunden 3 & 4 (2028):

Der Open Call für die nächsten beiden Runden wird im Laufe des Jahres 2027 veröffentlicht.

Resident:innen 2027

Fachjury 2027

Portrait von Jana Kerima Stolzer

Jana Kerima Stolzer

Jana Kerima Stolzer realisiert meist gemeinsam mit Lex Rütten bühnenhafte Installationen und Performances, die Feedbacksysteme zwischen Natur und Technologie auf und mit der Erde untersuchen. Die Wechselwirkung zwischen Umgebung und Lebewesen bezieht die Künstlerin nicht nur auf den Menschen, sondern gleichermaßen auf Flora und Fauna.

Ihre künstlerische Forschung verbindet faktische Recherche, Geschichtensammeln und Science Fiction. Nach ihrem Bachelor in Fotografie an der Folkwang Universität der Künste studierte sie Freie Kunst an der Kunstakademie Münster. Sie war kuratorische Assistenz bei Urbane Künste Ruhr, Fellow an der Akademie für Theater und Digitalität und ist seit 2025 Teil der DFG-Forschungsgruppe „Infrastruktur: Ästhetik und Versorgung“ an der Ruhr-Universität Bochum.

Portrait von Fernanda OrtizFoto: Anja Beutler

Fernanda Ortiz

Fernanda Ortiz (sie/ihr) ist freischaffende Choreografin, Tänzerin und Tanzvermittlerin. Sie arbeitet in Deutschland und international.

Als PoC-Künstlerin mit indigener Biografie kreiert sie multimediale und partizipative Choreografien aus einer intersektionalen und machtkritischen Perspektive. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der Tanz als Quelle der Transformation. Ihre Arbeitsweise ist prozessorientiert, relational und transdisziplinär — zwischen Bühne, Museum, öffentlichen und digitalen Räumen sowie partizipativer Praxis. Ihre Arbeiten waren u. a. bei re:publica, documenta fifteen und Kampnagel zu sehen und touren international.

Portrait von Patrick BlümelFoto: Daniel Angermann

Patrick Blümel

Patrick Blümel (*1979 in Duisburg) arbeitet als Kunsthistoriker an der Schnittstelle von digitalen und analogen Bildwelten. Als Kurator am Max Ernst Museum Brühl des LVR hat er in zahlreichen Ausstellungen Medienkunst in größere kunsthistorische und gesellschaftliche Zusammenhänge gestellt.

Als Leiter des medienwerk.nrw, dem Netzwerk für Medienkunst und digitale Kultur in Nordrhein-Westfalen, beschäftigt er sich insbesondere mit der Medienkunstszene NRWs und ihrer Reaktion auf gesellschaftliche Brüche, technologische Umwälzungen und tiefgreifende Transformationen unserer Wirklichkeit.

Portrait von Lasse Scherffig

Lasse Scherffig

Lasse Scherffig arbeitet zwischen Forschung, Kunst und Gestaltung zum Verhältnis von Technologie und Gesellschaft. Er studierte Kognitionswissenschaft und Informatik und promovierte an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Als Professor für Interaction Design lehrt er an der Köln International School of Design der TH Köln. Zuvor war er Leiter des Fachbereichs Kunst und Technologie am San Francisco Art Institute und lehrte an der Bauhaus-Universität Weimar.

Portrait von Aristotelis Hadjakos

Aristotelis Hadjakos

Aristotelis Hadjakos studierte Informatik an der Technischen Universität Darmstadt sowie Klavierpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Nach seiner Promotion im Fach Informatik war er als Postdoc im Telecooperation Lab an der Technischen Universität Darmstadt tätig.

2013 wurde er als Professor für Musikinformatik an die Hochschule für Musik Detmold berufen. Seit 2020 ist er Prorektor für Wissenschaft und Digitalisierung. Seine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Musik und Informatik mit einem Schwerpunkt auf musikalischer Mensch-Maschine-Interaktion. Zu seinen Forschungsinteressen zählen Digital Humanities, digitale Partituren sowie be-greifbare Musikinterfaces (Tangible Music Interfaces).

Portrait von Sabine Sachweh

Sabine Sachweh

Prof. Dr. Sabine Sachweh ist Professorin für Angewandte Softwaretechnik an der Fachhochschule Dortmund und Sprecherin des Instituts für die Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten (IDiAL), das sie seit 2016 mit aufgebaut hat.

Ihre Arbeit verbindet Informatik mit gesellschaftlichen Aspekten. Sie befasst sich mit der Erarbeitung und Gestaltung komplexer Softwaresysteme im Kontext von Souveränität, EU-Konformität und der Wechselwirkung mit Wirtschaft und Gesellschaft. Ihr Interesse gilt außerdem der Digitalen Transformation mit besonderem Fokus auf Bildungsfragen. Sie war Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung und wirkte in Beiräten des Bundes zu Digitalisierung und Bildung mit.

Portrait von Qianxun ChenFoto: Katja Goljat

Qianxun Chen

Qianxun Chen ist Medienkünstlerin, Dozentin und Forscherin.

Ihre Arbeiten thematisieren die nicht-menschlichen Perspektiven der Sprache und die Poetik des Nicht-Menschlichen durch einen alternativen Einsatz von Technologie. Ihre aktuellen Interessen gelten wachsenden Wörtern und generativer Poetik, die sich in Materialität ausdrückt. Derzeit lehrt sie im Studiengang Digitale Medien an der Leuphana Universität Lüneburg.

Portrait von Sofia Mellino

Sofia Mellino

Sofia Mellino ist eine mehrfach preisgekrönte Medienkünstlerin, Gründerin der SyncPhonia UG, Mentorin und Forscherin. 2019 zog sie von Buenos Aires, Argentinien, in ihre Wahlheimat Essen und macht seitdem das Ruhrgebiet international als Zentrum für innovative immersive Medienkunst sichtbar.

Als Spezialistin für audiovisuelle Postproduktion und deren Anwendung im Fulldome-Format sowie im Video Mapping entwickelt sie Werke, die sich durch einen unverwechselbaren Bearbeitungsstil auszeichnen. Sofia versteht sich als Brücke zwischen dem Globalen Süden und der Europäischen Union. Als Initiatorin des internationalen Netzwerks „The Rebels of Fulldome“ und Vertreterin der Initiative Women working with Video Mapping and Light Art setzt sie sich für Sichtbarkeit und Gleichberechtigung in der immersiven Kunstszene ein.

Open Calls

Die Ausschreibung für die ersten beiden Förderrunden 2027 ist beendet. Die bisherige Ausschreibung „Echoing Intelligence“ bleibt als Archiv einsehbar. Ein neuer Call für die Förderrunden 2028 ist laut K3 für 2027 angekündigt; Termine und Bedingungen stehen noch nicht fest.

Abgeschlossenen Open Call ansehen →