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studio pramudiya (laut Dateiname)
ATDKörper

Brig Huezo

Postdigital Choreographic Transmission

02/2027Dortmund

Postdigital Choreographic Transmission

Postdigital Choreographic Transmission untersucht, wie choreografisches Wissen über Körper, Technologien und Generationen hinweg weitergegeben und neu verkörpert werden kann. Ausgangspunkt ist die Flüchtigkeit von Tanz: Bewegung bleibt nicht als festes Objekt bestehen, sondern lebt durch Erinnerung, Wiederholung und körperliche Weitergabe. Das Projekt erweitert diesen Prozess durch digitale Technologien. Bewegung wird mit Motion Capture aufgezeichnet, auf Avatare übertragen, in virtuelle Räume übersetzt und anschließend durch KI-basierte Systeme neu gelesen und interpretiert.

Im Zentrum steht ein choreografischer Kreislauf:

Körper → Motion-Capture-Archiv → Avatar → KI-Interpretation → neue Choreografie → Körper

Dabei versteht Brig Huezo das Archiv nicht als statische Dokumentation, sondern als Living Choreographic Archive – als einen Raum, in dem Bewegung weiterwirkt, sich verändert und neues choreografisches Material erzeugt.

KI übernimmt dabei nicht die Choreografie, sondern fungiert als interpretierende Instanz: Was erkennt ein System? Was übersieht es? Welche neuen Verbindungen oder Fehlinterpretationen entstehen?

Am Ende kehren die digitalen und KI-basierten Interpretationen wieder in den Körper zurück und werden neu verkörpert. So entsteht eine choreografische Methode, die Tanz nicht nur speichert, sondern als lebendigen Übertragungsprozess zwischen physischen und digitalen Körpern versteht.

Beteiligte

Brig Huezo

Brig Huezo ist postdigitaler Choreograf:in, Performer:in und Künstler:in mit Sitz in Köln. Die künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Tanz, Motion Capture, Avataren, Virtual Production, Film und digitalen Bühnenräumen.

Huezo studierte Zeitgenössischer Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und schloss 2021 mit dem Bachelor ab. In den eigenen Arbeiten werden nicht nur Tänzer:innen choreografiert, sondern auch digitale Körper, Kameraperspektiven, virtuelle Umgebungen und interaktive Systeme. 2024 erhielt Huezo den NRW-Förderpreis für Darstellende Künste. Ein zentraler Teil der künstlerischen Praxis ist die Trilogie THE DEAD CODE MUST BE ALIVE!, THE DEATH AT THE CODE! und THE GHOST IN THE GLITCH.

Neben der künstlerischen Arbeit ist Huezo auch in Lehre, Vermittlung und künstlerischer Forschung tätig und entwickelt Formate zu postdigitaler Choreografie, Motion Capture und hybriden Körpern.